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Pressespiegel der Frauenunion Rems-Murr

Junge Mütter von vor `92 geborenen Kindern vor Altersarmut bewahren
CDU-Bundesparteitag: Frauen Union will Rentengerechtigkeit für Mütter

Für zukünftige Rentnerinnen soll sich nach dem Beschluss des Leipziger CDU-Bundesparteitages die Anrechnung von Kindererziehungszeiten um zwei Jahre erhöhen. Damit berücksichtigt die CDU gleichermaßen Frauen, die vor 1992 Kinder bekamen, und jene Mütter mit ab 1992 geborenen Kindern. Der CDU-Bundesparteitag entsprach mit diesem Beschluss einem Antrag der Frauen Union. Die Vorsitzende der Frauen Union Rems-Murr, Roswitha Schenk: "Es ist Ausdruck der Gerechtigkeit, die Anrechnung der Kindererziehungszeiten für alle Mütter zu erhöhen." Die Erhöhung mindere, so Schenk, das Risiko der Altersarmut von Müttern. Frauen erhielten heute im Schnitt rund 500 Euro weniger Rente als Männer, der Grund sei in den weiblichen Rentenbiografien zu suchen, die wegen der Kindererziehungszeiten große Lücken aufwiesen. Roswitha Schenk: "Gerade Frauen, die vor 1992 Kinder bekamen, werden, wenn sie in Rente gehen, zunehmend von der Absenkung des Rentenniveaus betroffen sein."

Daher habe der CDU-Parteitag zu Recht entschieden, Müttern von Kindern, die vor 1992 geboren wurden, drei Kindererziehungsjahre in der Rente anzuerkennen. Die von der Herzog-Kommission zunächst geplante Anrechnung von zwei Erziehungsjahren, hätte die Lücken in den Rentenbiografien keinesfalls abdecken können. Im Gegensatz zu jüngeren Frauen könne die Frauen-Generation um und über 40 nicht mehr in ausreichendem Maße privat fürs Alter vorsorgen, Altersarmut drohe nicht nur im Einzelfall. Roswitha Schenk: "Wir müssen Kindererziehungszeiten stärker in der Rente anerkennen. Schließlich gilt: Ohne Kinder keine Rente!"

Mütter von nach 1992 geborenen Kindern sollen in der Rente zukünftig fünf Kindererziehungsjahre angerechnet bekommen. Dies entspreche, so die Frauen Union, der veränderten Lebensgestaltung von Frauen, die heute stärker auf Erwerbstätigkeit ausgerichtet sei. Viele Mütter seien bald wieder - zumindest in Teilzeit - erwerbstätig und daher eher in der Lage, sich fürs Alter selbst abzusichern.

Frauen Union, Junge Union, Kommunalpolitische Vereinigung, Evangelischer Arbeitskreis und Senioren Union engagierten sich in Leipzig gemeinsam für eine gerechte eigenständige Alterssicherung von Frauen. Der Parteitagsbeschluss sieht vor, die Anerkennung der zusätzlichen Kindererziehungszeiten in der Rente in dem von der Herzog-Kommission vorgesehenen Finanzvolumen zu leisten. Die Frauen Union empfahl daher, Müttern von nach 1992 geborenen Kindern fünf statt - wie von der Herzog-Kommission geplant - sechs Kindererziehungsjahre in der Rente anzuerkennen, und bei der Einführung des vorgesehenen Kinderzuschusses von 50 Euro zum Rentenbeitrag eine stärkere Staffelung vorzunehmen.


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