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Mitgliederversammlung des Kreisverbandes mit
Wahlen - Interessante-Infos über den
Rems-Murr-Kreis
Bei der Mitgliederversammlung des
Frauen-Union-Kreisverbandes Rems-Murr (FU) standen
Wahlen an.
Die bisherige Vorsitzende, Ursula Dietrich,
stand nach 6 Jahren Tätigkeit nicht mehr
für dieses Amt zur Verfügung. Die
Verdienste von Ursula Dietrich, die sich stets
für die Belange und Forderungen von und
für Frauen eingesetzt hat, wurden von allen
Anwesenden gewürdigt und ihr Ausscheiden sehr
bedauert. Ein kleiner Trost bleibt: Ursula Dietrich
wird Ehrenvorsitzende, einstimmig sprach sich die
Versammlung dafür aus.
Die Wahlen brachten folgendes Ergebnis:
Vorsitzende: Roswitha Schenk, Fellbach;
Stellvertreterinnen: Diane Herkommer, Weinstadt,
Gisela Maier, Murrhardt, Anita Merz, Weissach i.T.;
Schatzmeisterin: Gisela Arendt-Franik, Aspach;
Pressereferentin: Christa Papsdorf, Fellbach;
Schriftführerin: Claudia Pschorr, Murrhardt;
Beisitzerinnen: Andrea Rey, Winnenden, Ilse Sachs,
Sulzbach, Sigrun Klenk, Oppenweiler, Wiltrud
Krüger, Backnang, Anja Kerber, Fellbach,
Susanne Pfeiffer, Urbach, Eve Rümelin,
Backnang, Gabriele Nübel, Schorndorf, Ulrike
Busselt, Weinstadt, Barbara Hoefer, Fellbach. Als
Kassenprüferinnen wurden Renate Ketterer und
Elisabeth Knödler, beide Backnang,
gewählt.
Im Anschluß an die Wahlen beleuchtete
Brigitte Kaufmann, Erste Landesbeamtin im
Rems-Murr-Kreis, den Rems-Murr-Kreis von allen
Seiten. Vielen war es neu, daß die bewaldete
Fläche im Rems-Murr-Kreis immerhin 39 % und
die landwirtschaftliche Nutzfläche 44 %
beträgt. Bei den Einnahmen entfällt der
grösste Teil auf Gebühren, Kredite und
den Ersatz von Sozialleistungen durch das Land
(34,1 %), erst danach folgen die Kreisumlage (26,4
%) und die Pflegesätze (23,3 %). Bei den
Ausgaben verschlingen die soziale Sicherung mit
29,8 % und die Krankenhäuser mit 28,4 % den
Löwenanteil. Ferner stellte Brigitte Kaufmann
die Struktur des Landratsamtes mit allen 7
Dezernaten vor.
Ein weiteres wichtiges Thema ist die Entwicklung
der Landwirtschaft, der Wirtschaft und damit
einhergehend des Arbeitsmarkts im Rems-Murr-Kreis.
Die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe hat
von 1973 bis 1994 dramatisch abgenommen; dieser
Trend konnte seither gestoppt werden. Der
Maschinenbau ist nach wie vor der wichtigste
Wirtschaftszweig (39,%), in weitem Abstand gefolgt
von der Herstellung von Bürotechnik,
Elektrotechnik und Feinmechanik (15 %). Die
Umsätze des verarbeitenden Gewerbes konnten
seit 1991 nicht wesentlich gesteigert werden. 1998
betrug der Exportanteil 37,3 %.
Die Arbeitslosenzahlen erreichten im Jahr 1997
mit 7,6 % ihren Höhepunkt. Durch verschiedene
Maßnahmen wie die Sonderprogramme für
junge Leute, mehr Lehrstellen,
Berufsvorbereitungsjahr, Kooperation mit
Bürgermeistern, etc. beträgt die
Arbeitslosenquote zur Zeit 5,8 %.
Zum Abschluß berichtete Brigitte Kaufmann
über die Finanzierung von Verkehrsangeboten
und Infrastrukturmaßnahmen durch den Kreis.
So wurde das Grundnetz der S-Bahn ausgebaut, die
Taktzahl in der Hauptverkehrszeit und im
Abendverkehr verkürzt, die Busverkehre
angepasst und die Wieslaufbahn reaktiviert, die von
immerhin 4400 Fahrgästen täglich benutzt
wird. Für den ÖPNV gibt der Kreis 1999 30
Mio. DM zuzüglich 19 Mio DM für die
Schülerbeförderung aus.
Christa Papsdorf
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